Der Nebel zeigt mir den Weg

Im Nebel stehe ich allein,
keiner kann mich sehen,
um in einem kleinen Lichtesschein
meinen eignen Weg zu gehen.

Es kratzt und keucht gleich hinter mir,
als wenn es scharfe Zähne seien,
und es durchzieht mich eine Gier,
die kann ich mir nicht verzeihen.

In sanften Nebelschwaden wartend,
mein Licht ist längst erloschen,
in mein neues Leben startend
oder doch weit weg verkrochen?

Im Nebel stehe ich allein,
keiner kann mich sehen,
um in einem kleinen Lichtesschein,
meinen eignen Weg zu gehen.

Mein Weg ist hinter mir erloschen
und vor mir längst schon hundertmal
in meinen Gedanken eng verkrochen
beginnt nun das letzte Abendmahl.

Die Welt schaut rauf zu meinem Fenster,
schon viel zu oft zurückgesehen,
durch Nebenschwaden zieht mein Schlenker
und der ist voller Wohlergehen.

Im Nebel stehe ich allein,
keiner kann mich sehen,
um in einem kleinen Lichtesschein,
meinen eignen Weg zu gehen.

Der Nebel hält mich warm und sanft
und küsst mir meine Lippen
bis jemand auf den Boden stampft
und sagt: Genug gelitten.

Die stadtliche Dunkelheit steigt auf
und ist mit Wut geladen,
sie schreit und weint und lehnt sich auf
gegen die Nebelschwaden.

Im Nebel stehe ich allein,
keiner kann mich sehen,
um in einem kleinen Lichtesschein,
meinen eignen Weg zu gehen.

Die Dunkelheit vertreibt die Zärtlichkeit
um mir in mein Ohr zu sagen,
der Weg ist dünn und allzuweit
man könnte auch in Zweisamkeit.

Doch nein so schreit der Nebel auf
durch Zweisamkeit wird Einsamkeit
das nimmst du jetzt nicht mehr in Kauf
sonst kommt noch die Betroffenheit.

Im Nebel stehe ich allein,
keiner kann mich sehen,
um in einem kleinen Lichtesschein,
meinen eignen Weg zu gehen.

Oh Dunkelheit, ja Dunkelheit
ich kann dich kaum noch sehen
denn du in deiner Eitelkeit
musst sternenklare Wege gehen.

Spring auf und wandre mit mir hier
vergiß nicht deine Leuchte
der Weg nach vorn ist nicht sehr schwer
den schaffen wir noch heute.

Im Nebel stehe ich allein,
keiner kann mich sehen,
um in einem kleinen Lichtesschein,
meinen eignen Weg zu gehen.

Der Nebel scheint dein Freund zu sein
doch kannst du nur nach vorn zum Glück
erklimmt die Dunkelheit den Stein
findest du auch mal zurück.

In Dunkelheit stehe ich allein,
jeder kann mich sehen,
durch meinen kleinen Lichtesschein,
meine Wege klar zu sehen.
7.5.08 19:41
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


linus (11.5.08 23:23)
das is echt schön geschrieben

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